6. März 2012 08:59 Uhr

Hintergrund: Lobby-Organisation AIPAC vertritt Israels Interessen in den USA

Der USA-Besuch von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu war zum Teil ein Heimspiel.

Vor der pro-israelischen Lobby-Organisation AIPAC hielt er eine Rede, in der Netanjahu anzweifelte, dass im Atom-Streit mit dem Iran noch eine friedliche Lösung möglich ist. Das Kürzel der Interessensvertretung AIPAC steht für "American Israel Public Affairs Committee". Darin engagieren sich etwa 100.000 Aktivisten mit dem Ziel, die Verbindungen zwischen Israel und den USA zu festigen. Die Lobbyisten wachen über alle US-Gesetze, die Israels Interessen berühren könnten. Amerikanische Politiker zeigen sich gerne bei AIPAC-Konferenzen, um die Anhänger der Organisation als Wähler zu gewinnen.

Als ein Erfolg der Lobbyisten wird zum Beispiel die finanzielle Unterstützung Israels durch die USA gewertet. Jährlich fließen etwa drei Milliarden Dollar, überwiegend als Militärhilfe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)