6. März 2012 12:25 Uhr

Politikwissenschaftler: Religion zählt im US-Wahlkampf nur in guten Zeiten

Nur religiös reicht oft nicht. Viele Positionen der republikanischen Bewerber um das Präsidentenamt in den USA sind christlich fundamentalistisch. Nach Aussage des Politikwissenschaftler Josef Braml wird Religiosität in diesem Wahlkampf aber keine so große Rolle spielen wie noch vor einigen Jahren. Braml führt das darauf zurück, dass es den Amerikanern wirtschaftlich schlechter geht. Im Interview bei DRadio Wissen sagte er, Religion und Moral zählten zu den "Luxusthemen" im Wahlkampf. Im Moment lebten aber viele Amerikaner unter der Armutsgrenze, sie hätten andere Probleme. Braml ist der Meinung, Moral und Religion werde im Vorwahlkampf noch eine Rolle spielen. Im Hauptwahlkampf würde das aber zurückgefahren - dann zählten zum Beispiel Wirtschaftsthemen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)