6. März 2012 13:26 Uhr

US-Studie: Afroamerikaner und Lateinamerikaner im Bildungssystem abgeschlagen

In den USA hat die ethnische Zugehörigkeit offenbar immer noch Einfluss auf die Bildungschancen. Das geht aus einer Studie des US-Bildungsministeriums hervor. Die Forscher werteten dazu Daten von über 70.000 Schulen und damit über 85 Prozent aller Schüler in den USA aus. Demnach haben Afroamerikaner und Hispanics seltener Zugang zu College-Vorbereitungskursen und werden öfter von der Schule verwiesen als Weiße. Schwarze würden dreieinhalb mal so häufig vom Unterricht suspendiert als Weiße. Und 70 Prozent aller verhafteten Schüler seien Afroamerikaner oder Hispanics. Außerdem böten Schulen mit hohem Anteil von Minderheiten weniger Klassen in Physik und höherer Mathematik an.

Der Staatssekretär des US-amerikanischen Bidlungsministeriums sagte, er wolle nicht von offener Diskriminierung in den Klassen sprechen. Er forderte aber Lehrer und Beamte dazu auf, ihr Handeln zu reflektieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)