6. März 2012 15:53 Uhr
In Orchestern könnte in Zukunft auch Platz für Spinnen sein. Zumindest für deren Fäden. Ein japanischer Wissenschaftler hat aus den Fäden der "Nephila maculata" Geigensaiten entwickelt. Shigeyoshi Osaki verwebte dazu tausende Fäden von weiblichen Spinnen der Art, um eine feste und flexible Struktur zu erzeugen. Osaki sagte, seine Entdeckung sorge unter Musikern für Aufregung. Violinisten hätten die "weiche und tiefe Klangfarbe" der Saiten gelobt.
Der Professor für Polymerchemie an der Universität Nara forscht schon seit 35 Jahren mit Spinnenfäden. Nach seinen Angaben gibt es für sie auch andere Anwendungsfelder - zum Beispiel beim Nähen von Wunden oder zur Herstellung schusssicherer Westen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)