6. März 2012 17:39 Uhr

UNO fordert Sondersteuer für ungesunde Lebensmittel

Die Armen essen zu wenig, die Reichen zu viel und zu schlecht. Und beides hängt dem Bericht des UNO-Sonderbauftragten Olivier De Schutter zufolge eng zusammen. Das geht aus seinem jährlichen Bericht hervor. Demnach hat die Ernährungsindustrie jahrzehntelang durch Subventionen falsche Anreize gesetzt. De Schutter fordert deswegen, Subventionen für die Agrarindustrie in ihrer heutigen Form abzuschaffen. Die hätten erst dazu geführt, dass ungesundes Essen und Softdrinks vielfach billiger seien als frische Produkte. So würden die Armen dafür bestraft, dass sie arm seien. Der UNO-Sonderbauftragte fordert deswegen eine Sondersteuer für ungesunde Lebensmittel wie Limonade und besonders salz-,zucker- und fetthaltige Lebensmittel. Auch die Werbung für Junkfood solle erschwert werden.

Laut den Vereinten Nationen leiden weltweit mehr als eine Milliarde Menschen an Übergewicht. Nach Ländervergleichszahlen der UNO leben prozentual die meisten fettleibigen Menschen in den USA. Dahinter folgen Mexiko und Australien. Deutschland liegt auf dem zwölften Platz mit einem Anteil von rund 15 Prozent Fettleibigen an der Bevölkerung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)