7. März 2012 08:21 Uhr

Hüpfmäuse stellen bei Dürre ihren Stoffwechsel um

Auf Dürreperioden reagieren viele Tiere, indem sie weniger fressen und sich weniger bewegen als sonst. Die Natur hat aber noch andere Wege gefunden, um Trockenzeiten zu überstehen: Hüpfmäuse etwa stellen gleich den kompletten Stoffwechsel um. Das haben Forscher von der Universität Tokio nachgewiesen.

Wie sie im Fachmagazin "Proceedings of the Royal Society" schreiben, beobachteten sie die Hüpfmäuse über einen Zeitraum von vier Wochen. Zunächst reagierten die maximal 20 Zentimeter langen Nager wie andere Tiere auch: Sie fraßen weniger und verloren Gewicht. Nach fünf Tagen nahm ihr Appetit aber wieder zu, bis sie ihre sonst übliche Tagesration deutlich überschritten und ihr Ursprungsgewicht zurückerlangten. Dazu fraßen die Mäuse vor allem kohlenhydratreiche Kost - aus Sicht der Forscher, weil der Körper aus Stärke effektiver Wasser und Energie gewinnen kann als aus Fett.

Wie die Wissenschaftler weiter schreiben, gelingt die Anpassung des Stoffwechsels mit Hilfe von Hormonen, die das Hungergefühl steuern. In Dürrezeiten werde mehr Appetit anregendes Ghrelin produziert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)