7. März 2012 10:51 Uhr

Der 'Impact Factor' wird zunehmend manipuliert

Wer es in der akademischen Welt zu etwas bringen will, braucht einen hohen 'Impact Factor'. Er zeigt an, wie häufig der eigene Aufsatz in anderen Aufsätzen zitiert wird. Je höher der 'Impact Factor', desto höher im Allgemeinen die Aufstiegschancen eines Forschers.

Doch diese vermeintlich objektive Berechnung wird manipuliert - wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, sogar in erheblichem Ausmaß. Das habe erstmals eine Umfrage unter knapp 6.700 Wissenschaftlern belegt. Demnach werden vor allem Akademiker in niedriger Position häufig dazu gedrängt, Artikel aus einer bestimmten Fachzeitschrift zu zitieren. Ansonsten drohten Herausgeber damit, Aufsätze der Jungakademiker nicht mehr zu veröffentlichen. Wie die in "Science" erschienene Umfrage zeigt, fügen sich diesem Druck fast sechs von zehn Wissenschaftlern. Kritiker des 'Impact Factors" sprechen von "akademischer Prostitution".

Laut "FAZ" hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft, DFG, das erkannt. Sie habe schon vor Jahren festgelegt, dass der 'Impact Factor' bei der Bewertung von Förderanträgen nicht entscheidend sein solle.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)