7. März 2012 15:21 Uhr
In China warten 1,3 Millionen Menschen auf ein Spenderorgan. Transplantiert werden laut Staatsmedien aber jedes Jahr nur etwa 10.000 Organe, da die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt. Wie der chinesische Vize-Gesundheitsminister Huang Jiefu der Zeitung "Legal Daily" sagte, stammen die meisten Organe auch heute noch von hingerichteten Häftlingen. Das lasse sich aufgrund der geringen Zahl von Spendern nicht vermeiden.
China hatte sich in der Vergangenheit wiederholt dazu verpflichtet, die Abhängigkeit von Organen hingerichteter Häftlinge zu vermindern. Huang erklärte außerdem, die Rechte der Gefangenen würden respektiert. Es werde immer eine schriftliche Einwilligung zur Spende eingeholt. "Amnesty International" kritisierte diese Aussage aber. Die Organisation ist der Meinung, bei einem zum Tode verurteilten Menschen könne nicht von wirklicher Zustimmung gesprochen werden.
Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass in China jedes Jahr etwa 4.000 Menschen hingerichtet werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)