7. März 2012 17:31 Uhr

"Transparency International" kritisiert Journalistenrabatte

Egal ob es um Reisen, Computer oder Autos geht - Journalisten kaufen dank Presserabatten häufig günstig ein. "Transparency International" kritisiert das. Die Organisation, die gegen Korruption kämpft, fordert ein Ende der Vergünstigungen. "Transparency" lobte die Entscheidung der Deutschen Bahn, den Preisnachlass für Journalisten beim Kauf einer Bahncard 50 abzuschaffen. Firmen sollten nicht auf eine bessere Berichterstattung zielen, indem sie Journalisten begünstigten und damit potenziellen Interessenskonflikten aussetzten.

Der Deutsche Journalisten-Verband wehrt sich gegen den Vorschlag, die Rabatte komplett abzuschaffen. Es sei Sache jedes einzelnen Journalisten, ob er die Vergünstigungen annehme oder nicht. Ein Verbandssprecher erklärte, wenn ein Redakteur für Autothemen seinen Wagen mit Presserabatt kaufe, sei das selbstverständlich problematisch. Anders sehe es aus, wenn ein Feuilletonist ein neues Auto mit Rabatt erwerbe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)