8. März 2012 06:31 Uhr

Wir erinnern: Das Gnadenhütten-Massaker 1782

Diese Meldung führt uns 230 Jahre zurück. Am 8. März 1782 wurden am Ende des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges 96 christliche Indianer von amerikanischen Soldaten erschlagen. Der Tag ging als Gnadenhütten-Massaker in die Geschichte ein. Im Ort Gnadenhütten im Bundesstaat Ohio hatten sich etwa zehn Jahre zuvor Indianer angesiedelt. Sie wurden von den Mährischen missioniert. Die Mährischen kamen aus Deutschland und predigten ein Leben ohne Gewalt und physischen Widerstand.

Im Krieg waren sich die indianischen Bewohner von Gnadenhütten uneinig, zu welcher Seite sie halten sollen. Das wurde ihnen zum Verhängnis. Sie gerieten zwischen die Fronten und wurden verdächtigt, Siedlungen in Pennsylvania überfallen zu haben. Die Indianer wurden eine Nacht lang eingesperrt. Sie verbrachten die Zeit ohne Widerstand mit Gesängen und Gebeten, bis sie am nächsten Tag getötet wurden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)