8. März 2012 06:32 Uhr

Psychologen finden Zusammenhang zwischen der Einnahme von Betablockern und Toleranz

Bestimmte Medikamente können Menschen zu einer toleranteren Einstellung verhelfen. So lassen sich die Ergebnisse einer Studie der Oxford University im Fachmagazin "Journal of Psychopharmacology" zusammenfassen. Darin geht es um den Wirkstoff Propranolol, der in manchen Blutdrucksenkern enthalten ist. Er beeinflusse nicht nur die Nervenbahnen, die den Blutdruck steuern, sondern zusätzlich Bereiche im Gehirn, die für die Verarbeitung von Emotionen und Angst zuständig sind. Auch eine unbewusst rassistische Einstellung werde dort festgelegt. Solche latenten Vorurteile könnten der Studie zufolge mit dem Wirkstoff Propranolol behandelt werden. Einer der Forscher sagte, eine Pille, mit der sich Rassismus heilen lässt, habe man zwar nicht entwickelt. Aber da ohnehin bereits viele Menschen Medikamente mit Propranolol einnähmen, sei es wichtig, auch dessen "moralische Nebenwirkungen" zu verstehen.

Hier der Link zur Veröffentlichung im Fachmagazin "Journal of Psychopharmacology".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)