8. März 2012 06:51 Uhr
Der Mensch hat mehr vom Gorilla als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die ein britisches Forscherteam im Fachjournal "Nature" veröffentlicht hat. Demnach bestätigt die Analyse, dass der nächste genetische Verwandte des Menschen der Schimpanse ist. Die Annahme, dass alle Gensequenzen des Menschen denen der Schimpansen am nächsten sind, wurde aber widerlegt. Laut Bericht stimmen nur 70 Prozent der Gene überein. 15 Prozent des menschlichen Erbguts ähnelten dagegen am meisten dem von Gorillas.
Für ihre Studie entschlüsselten die Wissenschaftler das Erbmaterial von Kamilah, einem Gorillaweibchen aus Westafrika. Anschließend verglichen sie das Erbgut mit dem des Menschen und des Schimpansen.
Heraus kam auch, dass Gorillas viele genetische Veränderungen mit dem Menschen gemein haben - darunter die Entwicklung des Gehörs. Bisher herrschte die Ansicht, dass die Entwicklung des menschlichen Gehörs im Zusammenhang mit der Sprachentwicklung stehe.
Hier der Link zur Veröffentlichung in "Nature".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)