8. März 2012 06:53 Uhr
In der US-Armee ist die Suizidrate in die Höhe geschnellt. Einer Studie der Gesundheitsabteilung der Armee zufolge erhöhte sich die Quote in den Jahren von 2004 bis 2008 um 80 Prozent. Die absolute Zahl der Suizide lag demnach im untersuchten Zeitraum bei 255. Knapp die Hälfte dieser US-Soldaten war im Alter von 18 bis 24 Jahren. Die Betroffenen waren laut den Medizinern überwiegend in niedrigen Rängen, und in den meisten Fällen vorher in aktive Kampfeinsätze verwickelt gewesen. Rund 40 Prozent der Suizide standen der Studie zufolge in Zusammenhang mit den Einsätzen in Afghanistan und im Irak.
Zugleich sei auch die Zahl der erfassten psychischen Krankheiten angestiegen, darunter Depressionen, Angstzustände und posttraumatisches Stress-Syndrom. Nach Ansicht der Armee-Mediziner belegen die Daten, wie wichtig ein besseres Frühwarnsystem und eine professionelle Betreuung gefährdeter Soldaten wären.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)