8. März 2012 08:07 Uhr
Unser Blick auf einen außergewöhnlichen Gen-Namen: "cleopatra". Wer sich jetzt an die ägyptische Königin erinnert fühlt, liegt richtig - auch, wenn es hier um Molekularbiologie geht. Denn bekannt ist die historische Figur heute vor allem durch die mysteriösen Umstände ihres Todes: Man sagt, Kleopatra habe sich von einer giftigen Schlange beißen lassen.
Die Forscher, die ihr neu entdecktes Gen bei der Taufliege Drosophila melanogaster "cleopatra" nannten, haben ein wenig um die Ecke gedacht. Im Labor stellten sie fest, dass Fliegen, bei denen das Gen mutiert war, gefährlich lebten. Der Grund: Die Insekten produzierten in ihren Zellen ein verändertes Protein. Wenn dieses an ein anderes Eiweiß mit dem Namen "asp" band, überlebten die Fliegen das nicht.
Nun ist Englisch die Sprache der Wissenschaft - und "asp viper" bedeutet Aspisviper. Das ist der Name der Schlange, die Kleopatra den tödlichen Biss zugefügt haben soll.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)