8. März 2012 13:25 Uhr

Geologen stellen neue Theorie zur Entstehung der Kontinente vor

Wie die ersten Kontinente entstanden sind lässt sich nur rekonstruieren, indem man die noch heute erhaltenen Gesteine untersucht. Nachdem Geologen der Universitäten Bonn und Köln das getan haben, zweifeln sie jetzt die bisherige Theorie zur Entstehung der Kontinente an. Bislang gingen Forscher davon aus, dass sich Kontinente gebildet haben, nachdem Teile der ozeanischen Kruste, also Gesteine unterhalb der Meere, aufgeschmolzen wurden. Das soll in einer großen Tiefe von etwa 100 Kilometern passiert sein. Das aufgeschmolzene Material soll dann zur Oberfläche aufgestiegen sein und die ersten Kontinente geformt haben.

Im Fachmagazin "Geology" schreiben die Forscher jetzt aber, eine Analyse von Spurenelementen in sehr alten Gesteinen habe ergeben, dass die Kontinente bei ihrer Bildung nicht so tief versenkt waren wie gedacht. Statt 100 Kilometer seien sie wahrscheinlich in nur 30 bis 40 Kilometer Tiefe entstanden. Dort sei die ozeanische Kruste nicht einfach aufgeschmolzen worden, sondern die Kontinente hätten sich durch ein Zusammenspiel komplexer Prozesse gebildet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)