8. März 2012 14:52 Uhr
Eine Petunie sorgt für Aufsehen. Denn mithilfe der Pflanze hat ein internationales Forscherteam herausgefunden, dass Pflanzen ein spezielles Protein benötigen, um eine Symbiose mit Pilzen bilden zu können. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature" schreiben, könnte eine gezielte Steuerung dieses Proteins zu höheren Ernten führen.
Die meisten Pflanzen leben in einer Symbiose mit Bodenpilzen. So werden sie mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Die Pflanze wiederum versorgt den Pilz mit Kohlenhydraten. Den Forschern zufolge ist die Symbiose ein streng regulierter Prozess - ausgelöst bei tiefem Nährstoffgehalt der Pflanze. Dann gäben die Pflanzenwurzeln ein bestimmtes Hormon ab, das von den Pilzen bemerkt werde. Wie das Hormon in den Boden abgegeben werde, sei aber erst jetzt klar geworden. Bei Experimenten hätten die Forscher beobachtet, dass ein spezielles Protein für den Transport dieses Hormons benötigt werde. Damit lockten die Pflanzen dann mehr symbiotische Pilze an und sorgten so für eine höhere Nährstoffversorgung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)