8. März 2012 14:53 Uhr
Sie gibt Forschern viele Rätsel auf: die Antimaterie. Umso begeisterter berichteten Physiker am Teilchenforschungszentrum CERN bei Genf jetzt, dass es ihnen erstmals gelungen sei, Anti-Wasserstoffatome zu vermessen. Bisher konnten die Eigenschaften der Antimaterie nicht erforscht werden. Erst vor kurzem war es gelungen, Anti-Wasserstoffatome überhaupt in einer speziellen Magnetfalle zu halten. Wie die Physiker im Fachmagazin "Nature" berichten, schafften sie es nun die gefangenen Antiatome mit Mikrowellen zu bestrahlen - und brachten sie dazu, ihre magnetische Orientierung zu ändern.
Warum es im Universum heute mehr Materie als Antimaterie gibt, gilt als eines der ungelösten Rätsel der Physik. Denn beim Urknall müsste von beiden gleich viel entstanden sein - für jedes Teilchen ein spiegelbildliches Antiteilchen.
Antimaterie ist eine Sammelbezeichnung für Antiteilchen und alles, was aus ihnen aufgebaut ist. Die Antimaterie ist also das Gegenstück zur normalen Materie. In Gegenwart normaler Materie ist die Antimaterie aber nicht existenzfähig. In einem von Normalmaterie freien Raum ist Antimaterie jedoch ebenso stabil wie Normalmaterie, sodass man sich auch eine ganz aus Antimaterie bestehende Welt, also eine Art Antiwelt, vorstellen kann.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)