8. März 2012 17:09 Uhr
Im zwanzigsten Jahrhundert wurden antarktische Blauwale durch eine intensive Jagd fast augerottet. Als der kommerzielle Walfang 1966 verboten wurde, waren nur noch etwa 400 Tiere am Leben. Heute gibt es wieder circa 2.200 Exemplare. Forscher haben nun untersucht, wie groß die genetische Vielfalt unter den Tieren ist. Wie sie in der Fachzeitschrift "PLoS ONE" schreiben, wurden dafür Proben von über 200 lebenden Walen untersucht. Dabei habe sich eine überraschend hohe genetische Vielfalt gezeigt. Die Forscher erklären sich das damit, dass Blauwale zwar intensiv gejagt wurden, aber über einen relativ kurzen Zeitraum im Vergleich zur langen Lebensspanne der Tiere. Wahrscheinlich hätten Wale aus verschiedenen Generationen überlebt, so dass die Vielfalt erhalten geblieben sei. Einige der überlebenden Tiere von damals könnten noch heute am Leben sein. Antarktische Blauwale werden bis zu 100 Jahre alt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)