9. März 2012 07:11 Uhr

Anthropozän: Plädoyer für das Zeitalter der Menschen

Der Mensch prägt die aktuelle Erdgeschichte wie ein Gott. Das sollte sich auch bei der Benennung der aktuellen Erd-Epoche widerspiegeln. Das fordern mehrere Stratigraphen, also Wissenschaftler, die sich mit der Rekonstruktion der Erdgeschichte befassen. Und in der "Süddeutschen Zeitung" wird ihrem Anliegen heute Raum gegeben. Die Autorin Petra Steinberger beleuchtet den vorgeschlagenen Begriff, der schon längere Zeit im Raum steht, nochmal ausführlich. Eigentlich wird die aktuelle Epoche "Holozän" genannt. Passender halten manche Wissenschaftler aber "Anthropozän" - vom griechischen "ánthropos", also "Mensch". Sie argumentieren, dass die Folgen des menschlichen Wirkens auch noch in Millionen von Jahren nachzuweisen sind. Im Aufsatz in der "SZ" arbeitet die Autorin heraus, welche Konsequenzen es hätte, wenn die Epoche tatsächlich "Anthropozän" genannt würde. Sie meint, dass damit auch eine moralische Forderung an die Menschheit verbunden sei, verantwortlich mit den Ressourcen umzugehen. Dieser Aufgabe müsse sich die Menschheit endlich stellen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)