9. März 2012 11:21 Uhr

USA: Aus für Reality-Show über muslimische Familien

Sie wird wohl ein Opfer der Einschalt-Quote - die erste und bisher einzige Reality-Show im US-Fernsehen über muslimisches Leben. Nach Medienberichten stellt der Sender "TLC" die Doku "All-American Muslim" nach acht Folgen ein. Seit dem Beginn sank die Zuschauerzahl dem Sender zufolge von 1,7 Millionen auf rund 730.000. Im Mittelpunkt der Sendung standen fünf muslimische Familien mit ihren alltäglichen Problemen. Kritiker hatten auf die Sendung unterschiedlich reagiert. Bürgerrechtler und Geistliche lobten sie, da sie helfe, Vorurteile abzubauen. Islamfeindliche Gruppen empörten sich, die Sendung verharmlose den Islam. Ihr Aufruf an Unternehmen auf dem Sender keine Werbung mehr zu schalten, verhallte nach Medienberichten aber eher ungehört. In den USA leben etwa drei Millionen Muslime. Das ist weniger als ein Prozent der Bevölkerung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)