9. März 2012 10:55 Uhr

Ein Jahr nach Fukushima: Wissenschaftler sehen Lücken in Forschung

Ein Jahr nach Fukushima machen Wissenschaftler auf Lücken in der Forschung aufmerksam. Im Fachjournal "Science" bemerken sie, dass wesentlich mehr Wissen nötig sei, wie Kernbrennstoff die Umgebung während und nach einem Reaktorunfall beeinflusse. Der Kernbrennstoff befindet sich in den Brennelementen und jedes Brennelement besteht wiederum aus einer Vielzahl von Brennstäben.

Die Wissenschaftler fordern mehr Forschung in diesem Bereich, um vorhersagende Modelle zu entwickeln für eventuelle zukünftige Atomunfälle. Vor allem sei wenig darüber bekannt, wie Kernbrennstoff während eines Unfalls im Reaktor mit Wasser reagiere, radioaktives Material freisetze und wie das dann im Wasser transportiert werde. Um die Menschheit besser zu schützen, falls etwas Ähnliches wieder passiere, sei es wichtig diese Zusammenhänge zu verstehen.

Die Wissenschaftler fassen in ihrem Aufsatz den aktuellen Forschungsstand zusammen, weisen auf Mängel hin und schlagen einen konkreten Forschungsplan vor.

Nach Angaben der Forschern gibt es weltweit 440 Kernkraftwerke, die 16 Prozent des weltweiten Stroms produzieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)