9. März 2012 11:53 Uhr
Menschen, die an einer schweren Lebererkrankung leiden, haben oft eine herabgesetzte Fähigkeit, Autos zu fahren. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin hin. Viele Patienten mit Leberzirrhose entwickelten eine spezielle Stürung, die zu einer niedrigeren Konzentration, Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit führe.
Die erkrankte Leber sei dann nicht mehr in der Lage, Giftstoffe, die im Darm abgesondert werden, unschädlich zu machen. Über den Blutweg gelangten sie in das Gehirn und zerstörten Gewebe.
Die Mediziner raten Risikopatienten zu einer möglichst frühen Behandlung. Denn eine solche Funktionsstörung des Gehirns entwickele sich schleichend. Die Hirnschäden seien aber oft nicht umkehrbar. In manchen Fällen gehe die Fahrtauglichkeit so dauerhaft verloren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)