9. März 2012 15:34 Uhr

Österreicher wollen diskriminierende Speisennamen wie Zigeunerschnitzel abschaffen

Die Österreicher hinterfragen ihre Speisekarten. Wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtet, kritisiert der Fachbereich für Gastronomie in der Bundeswirtschaftskammer diskriminierende Namen für Gerichte. Bezeichnungen wie Zigeunerschnitzel, Mohr im Hemd oder Negerbrot gehörten nicht auf moderne Speisekarten. Die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch unterstütze den Vorstoß.

Die Österreicher insgesamt seien sich allerdings alles andere als einig. Harald Ultsch von der Wirtschaftskammer Tirol halte beispielsweise nichts davon, dass aus dem "Mohr im Hemd" bald "Kuchen mit Schlag" werde. Das Gericht sei ein absoluter Klassiker. Er sehe keine Veranlassung, die Speise umzubenennen. Es sei eine traditionelle Bezeichnung für eine ebenso traditionelle Köstlichkeit.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)