9. März 2012 15:52 Uhr

Karibische Riffhaie mit Videokameras am Meeresboden gezählt

Selbst am Meeresboden ist man nicht mehr unbeobachtet. Ein Forscherteam hat Videokameras an Riffen im Karibischen Meer angebracht, um dort Karibische Riffhaie zu zählen. Wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "PLoS ONE" schreiben, wollten sie damit klären, ob die Schutzgebiete im Ozean etwas nützen. Tatsächlich habe sich gezeigt, dass es bedeutend mehr Haie in Gebieten gebe, in denen es verboten sei zu fischen. In geschützten Regionen hätten die Kameras etwa viermal so oft Haie aufgezeichnet wie an Stellen, wo Fischen erlaubt war.

Die Kameras wurden an verschiedenen Orten auf dem Meeresboden verteilt. Vor ihnen lag jeweils ein mit Ködern gefüllter Käfig, der die Haie anlocken sollte. Durch die Methode war es nach Angaben der Forscher möglich, die Tiere zu zählen, ohne sie Stress auszusetzen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)