12. März 2012 06:54 Uhr
"Die Bundesländer müssen deutlich mehr voneinander lernen." So sieht es Jörg Dräger, Vorsandsmitglied der Bertelsmannstiftung, und bezieht sich dabei auf die Bildungschancen für Schüler in Deutschland. Denn eine Studie der Stiftung hat ergeben, dass es zwischen den einzelnen Ländern erhebliche Unterschiede in der Chancengerechtigkeit gibt.
Dabei sei kein Land überall spitze, aber auch keins Schlusslicht in allen Punkten. Bewertet wurden Integrationskraft, Durchlässigkeit, Kompetenzförderung und die Vergabe von Schulabschlüssen. In Bremen ist demnach die Lesefähigkeit sozial schwacher Schüler deutlich schlechter als in Brandenburg. Die Hochschulreife erreichen in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, im Saarland und in Baden-Württemberg mehr als die Hälfte der Schüler - in Mecklenburg-Vorpommern nicht einmal 36 Prozent.
Der so genannte "Chancenspiegel" der Bertelsmannstiftung versucht erstmals für Deutschland, Chancengerechtigkeit vergleichbar zu machen. Er soll in den kommenden Jahren fortgeschrieben werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)