12. März 2012 08:01 Uhr
Beim Brotbacken ist eine Prise Salz notwendig.
Für das Wachstum von Weizen dagegen nicht. Auf versalzten Böden wächst die Pflanze nur schlecht. Forscher aus Australien haben eine neue Weizensorte entwickelt, die sogar auf stark versalzten Böden noch rund ein Viertel mehr Ertrag bringt als herkömmliche Sorten. Wie die Forscher im Fachmagazin "Nature Biotechnology" berichten, war die Grundlage ihrer Neuzüchtung ein Gen aus dem schon in der Steinzeit angebauten Einkorn. Dieses Gen verleiht der Pflanze die Fähigkeit, überschüssiges Salz über Wurzeln und Stängel wieder abzugeben.
Die neue Weizensorte ist den Wissenschaftlern zufolge nicht durch Gentechnik entstanden, sondern mit herkömmlichen Züchtungsmethoden. Allerdings seien dabei auch molekularbiologische Hilfsmittel zum Einsatz gekommen, zum Beispiel um die Zellen anzufärben, in denen das gewünschte Gen aktiv war.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)