12. März 2012 08:02 Uhr

Raffinierte Gen-Namen: "scott of the antarctic"

Wir schauen uns genauer an, wie ein Gen zu seinem außergewöhnlichen Namen kommt:

Die Forscher, die es entdeckten, benannten es nach einem Polarforscher: "scott of the antarctic". Genau genommen hatten die Wissenschaftler wohl den tragischen Verlauf seiner Südpol-Expedition im Sinn: Scott erreichte sein Ziel erst Wochen nach seinem Kontrahenten Roald Amundsen; auf dem Rückweg kamen er und seine Begleiter ums Leben.

Ein solches Drama spielte sich laut Beobachtungen der Wissenschaftler im Kleinen in Taufliegen ab, bei denen sie das Gen "scott of the antarctic" ausgeschaltet hatten. Die Zellteilung war gestört - wie sich herausstellte deshalb, weil sich die Chromosomen dabei nicht ordentlich an zwei gegenüberliegenden Seiten der Zelle anordneten, wie das normalerweise der Fall ist. Das wiederum lag daran, dass die Transport-Maschinerie zu einem dieser Zell-Pole fehlerhaft ausgebildet war. So endet auch diese Pol-Expedition tragisch.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)