12. März 2012 10:51 Uhr

Senckenberg-Studie: die im Osten neuangesiedelten Wölfe fressen kaum Nutztiere

Dass der böse Wolf gar nicht so böse ist, betonten Forscher schon, als die Tiere vor acht Jahren in der Lausitz wiederangesiedelt wurden. Der Mensch war mit dem Wolf jahrhundertelang in Konflikt, vor allem, weil das Tier im Ruf stand, mit Vorliebe Schafherden anzugreifen oder andere Nutztiere zu reißen. In einer Studie des Senckenberg Forschungsinstituts wurden Kotproben der Tiere auf unverdauliche Überreste wie Haare, Zähne, Hufe und Knochen der gefressenen Tiere untersucht. Das Ergebnis: Zu 96 Prozent ernähren sich Wölfe von wilden Huftieren wie Rehen, Hirschen oder Wildschweinen.

Der Anteil der Nutztiere betrage weniger als ein Prozent. Die Wölfe scheuten das Risiko, Herdenhunden zu begegnen und Elektrozäune zu überwinden - solange genug Wild in ihrem Revier vorhanden sei.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)