12. März 2012 11:51 Uhr
Zunächst glaubten die Forscher an ein Verbrechen eines ehemaligen Militärregimes.
In Mexiko sind die Überreste von 167 Menschen in einer Höhle gefunden worden. Doch nach der Untersuchung der Knochen stellte sich heraus: Das vermeintliche Massengrab ist ein historischer Friedhof.
Wie das nationale Institut für Anthropologie mitteilte, wird das Alter der Knochen auf etwa 1.000 Jahre geschätzt. Die Schädel wiesen Verformungen auf, die für die Zeit der Mayas charakteristisch seien. Dem Schönheitsideal entsprechend, band man damals die Köpfe mit Holzbrettern ab, um sie schmaler und länger wirken zu lassen.
Weil die Funde in der Nähe der Grenze zu Guatemala entdeckt worden waren, gingen Forscher zunächst davon aus, es handle sich um Opfer des Bürgerkriegs, der in dem Land bis in die 1990er Jahre herrschte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)