12. März 2012 12:21 Uhr
Folsäure ist ein lebenswichtiges Vitamin - zu viel ist aber auch nicht gut. Forscher des Max-Rubner-Instituts haben jetzt nach eigenen Angaben festgestellt: Besonders in Multivitaminsäften liege der synthetisch beigefügte Folsäuregehalt direkt nach der Abfüllung erheblich über der empfohlenen Tagesmenge. Erst nach 12 Monaten Lagerung werde die Tageshöchstmenge bei drei Gläsern nur noch um fünf Prozent überschritten.
Eine Überversorgung mit Folsäure kann nach Angaben der Wissenschaftler einen Vitamin-B-12-Mangel verdecken. Er wird immer wieder mit neurologischen Krankheitsbildern in Verbindung gebracht. Ein Mangel an Folsäure ist besonders für Frauen im gebärfähigen Alter kritisch, weil sie wichtig für die Entwicklung des Embryos ist.
Das Max Rubner-Institut ist das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel. Sein Schwerpunkt ist der gesundheitliche Verbraucherschutz im Ernährungsbereich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)