13. März 2012 09:52 Uhr
Dass Astronauten, die sich längere Zeit in der Schwerelosigkeit aufhalten, an Muskelschwund leiden, ist bekannt. Jetzt wollen Forscher herausgefunden haben, dass sich die Schwerelosigkeit auch auf das Gehirn und die Augen auswirkt. Wie sie im Fachmagazin "Radiology" schreiben, untersuchten sie dafür 27 Astronauten, die im Durchschnitt 108 Tage am Stück im Weltraum verbrachten - zum Beispiel auf der Internationalen Raumstation ISS.
Ergebnis: Bei rund 30 Prozent der Untersuchten weiteten sich die Kammern mit Hirnflüssigkeit um den Sehnerv aus. Bei 20 Prozent war der hintere Bereich des Augapfels abgeflacht und bei 15 Prozent hatte der Sehnerv eine Form verändert. Solche Abweichungen könnten in manchen Fällen eine Sehschwäche befördern.
Weiter schreiben die Forscher, ähnliche Veränderungen würden auch bei Patienten beobachtet, die unter Bluthochdruck im Gehirn litten. Bei ihnen habe jedoch keine Ursache dafür gefunden werden können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)