13. März 2012 11:52 Uhr
Madame Pietrain sagt, ihr Job sei so ziemlich alles zwischen Putzfrau und Psychotherapeutin. Sie ist Concierge in Paris - und liegt, wie die "Süddeutsche Zeitung" beobachtet, damit mittlerweile wieder ganz im Trend. Der Beruf erlebe eine Renaissance, nachdem er in den vergangenen zwanzig Jahren durch externe Reinigungsfirmen, Hausmeisterservices und Videokameras verdrängt worden sei.
Vor drei Jahren beschloss das französische Parlament, den Traditionsberuf zu schützen: So dürfen Hauseigentümer-Gemeinschaften eine solche Stelle nur noch dann streichen, wenn alle Beteiligten zustimmen. Seit ein paar Monaten gibt es in Paris sogar wieder eine Concierge-Schule, in denen die Berufsanfänger neben Putztechniken, Streitschlichtung und dem Umgang mit Computern auch Techniken zur Stressbewältigung lernen.
Eine Zeitung, die dem Beruf gewidmet ist, gibt es auch. Deren Chefredakteurin sieht die Gründe für die Renaissance der Concierges darin, dass sie für die Gemeinschaft in den Pariser Wohngebäuden unerlässlich sei. Außerdem blieben die Gebäude, die auf diese Weise verwaltet würden, in gutem Zustand - und das rechne sich auch für die Eigentümer.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)