13. März 2012 15:20 Uhr
Ganz wohl ist dem Afrika-Experten nicht, wenn er an die Internetkampagne gegen den afrikanischen Rebellenführer Joseph Kony denkt.
Das sagte Christoph Klitsch-Ott, Referatsleiter der Hilfsorganisation Caritas, im Deutschlandradio Kultur. Der emotionalisierende Film könne die Menschen zum Handeln gegen den Missbrauch von Minderjährigen als Kindersoldaten bewegen. Allerdings enthalte er sachliche Fehler. So werde verschwiegen, dass der Krieg in Uganda vorbei sei und Konys berüchtigte "Lord Resistance Army" längst in den Nordost-Kongo und die Zentralafrikanische Republik abgetaucht sei.
Die Initiative "Kony 2012" stammt von der US-Hilfsorganisation "Invisible Children". Das Video zeigt unter anderem die Hintergründe zu Joseph Kony und der Rebellenarmee LRA. Das Video wurde auf der Plattform YouTube inzwischen über 70 Millionen mal angesehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)