13. März 2012 15:23 Uhr

Foodwatch stuft drei Viertel der Kinderlebensmittel als ungesund ein

Fast drei Viertel aller industriell hergestellten Lebensmittel für Kinder sind ungesund. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Verbraucherorganisation Foodwatch. Dafür beurteilte sie mehr als 1.500 Produkte, die als Lebensmittel für Kinder ausgewiesen werden, anhand der Ernährungspyramide des "Auswertungs- und Informationsdienstes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten" (aid). Demnach fallen nur 12,4 Prozent der Produkte für Kinder in die grüne Kategorie der Lebensmittel, die reichlich verzehrt werden sollen.

Foodwatch wirft den Lebensmittelherstellern vor, Kinder so früh wie möglich auf ungesundes Junkfood zu programmieren. Dahinter steckten wirtschaftliche Gründe, schließlich sei die Gewinnmarge bei Süßwaren, Softdrinks und Snacks mehr als drei Mal so hoch wie bei Obst und Gemüse.

Die Erkenntnis ist allerdings nicht neu: Zuletzt hatte die Verbraucherzentrale Bremen im vergangenen Sommer einen Ampelcheck mit 39 Kinderlebensmitteln durchgeführt. Das Ergebnis: 41 Prozent der Produkte enthielten zu viel Zucker, ein Drittel zu viel Fett, 16 Prozent zu viel Salz.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)