14. März 2012 06:25 Uhr

Aigner will Mindesthaltbarkeitsdatum nicht abschaffen

Eine Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums kommt für Ilse Aigner nicht in Frage. Der "Passauer Neuen Presse" sagte die Bundesverbraucherschutzministerin, das Mindesthaltbarkeitsdatum sei eine nützliche Orientierungshilfe für Verbraucher. Würde es abgeschafft, würde nur noch mehr Müll produziert. Stattdessen will die CSU-Politikerin am kommenden Montag eine bundesweite Aufklärungsaktion starten, um Verbrauchern klarzumachen, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht mit einem Verfallsdatum zu verwechseln ist.

Eine Studie der Universität Stuttgart hatte ergeben, dass in Deutschland jährlich knapp elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll landen. Als einer der Hauptgründe wurde das Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums angeführt.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum bezeichnet das Datum, bis zu dem der Hersteller garantiert, dass die Ware - bei sachgerechter Lagerung - ohne wesentliche Geschmacks- und Qualitätseinbußen zu verzehren ist. Anders ist das beim Verbrauchsdatum, das beispielsweise auf Hackfleisch und Räucherlachs angegeben werden muss. Solche Lebensmittel können durch Keime sehr leicht verderben und dann gesundheitsschädlich sein. Deshalb sollten sie nach Ablauf der Verbrauchsfrist nicht mehr gegessen werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)