14. März 2012 07:54 Uhr

Ökonom Hickel: Der Mainstream hat sich geändert.

Fußballvergleiche gehen immer. Auch der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel bedient sich im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" einer solchen. Denn laut Hickel ist uns das ordnungspolitische Denken abhanden gekommen. Das sei so, als ob der Bremer Fußballspieler Naldo bei einem Foul nicht vom Platz gestellt werde, sondern im Gegenteil mehr Geld verdiene. Hickel fordert, dass Finanzgeschäfte zivilisiert und demokratisiert werden.

Der Ökonom meint außerdem, dass sich der Mainstream verändert habe. Der Neoliberalismus sei zwar total gescheitert. Auf der anderen Seite stellt er aber fest, dass es 2009 unter den Chefs der großen Staaten einen Willen zur weltweiten Regulierung der Finanzmärkte gegeben habe. Das sei vorbei. Heute müsse man feststellen: Barack Obama sei praktisch gescheitert. Die Lobbyisten seien stärker gewesen.

Rudolf Hickel trat als Professor schon früh dafür ein, die Uni Bremen als linke Denkfabrik zu etablieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)