14. März 2012 09:22 Uhr
Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima dringen dort radioaktive Substanzen offenbar in immer tiefere Bodenschichten ein. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet über eine entsprechende Studie. Demnach war drei Monate nach dem GAU der Boden in einer Tiefe von fünf Zentimetern betroffen. Jetzt sei davon auszugehen, dass inzwischen bereits Schichten in einer Tiefe von 10 bis 30 Zentimetern verseucht seien.
Verantwortlich dafür ist laut der japanischen Atomenergieagentur möglicherweise versickerndes Regenwasser. Zu dem Schluss kommt der Wissenschaftler Haruo Sato, der an einem Forschungszentrum der Agentur tätig ist. Je länger mit der Dekontaminierung des Boden gewartet werde, umso tiefer werde die Radioaktivität in den Boden eindringen.
Am 11. März 2011 wurde Japan von einem Erdbeben der Stärke 9,0 erschüttert. Durch das Beben und den darauf folgenden Tsunami kamen mehr als 16.000 Menschen ums Leben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)