14. März 2012 10:24 Uhr

Tiefe Stimme macht sich in der Wahlurne bezahlt

Für Politiker ist nicht nur das politische Programm entscheidend, sondern auch das Aussehen und - die Stimme. Das schreiben Wissenschafter der Universität Miami im Fachblatt "Proceedings of the Royal Society B". Sie spielten Testpersonen Aufnahmen derselben Personen vor, die sie vorher so manipuliert hatten, dass es je eine Version in höherer und eine in niedrigerer Stimmlage gab. Dabei fanden sie heraus, dass die Testpersonen sich meist für Kandidaten entschieden, die eine tiefe Stimmlage hatten. Zu ähnlichen Ergebnissen waren bereits im November Wissenschaftler der kanadischen McMaster Universität in Hamilton gekommen.

Die Wissenschaftler sehen in ihren Ergebnissen einen möglichen Grund dafür, dass sich weniger Frauen als Männer in Führungspositionen durchsetzen. Schließlich hätten Frauen im Durchschnitt eine höhere Stimmlage.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)