14. März 2012 12:20 Uhr
Buchmessen sind nicht überholt und sie lohnen sich für die Verlage nach wie vor.
So sieht es Reinhold Joppich vom Verlag Kiepenheuer&Witsch. Im Gespräch mit DRadioWissen zum Tagesthema "Geld wie gedruckt" sagte er, der Online-Handel mache bisher nur rund 10 Prozent des Geschäfts aus, der Großteil laufe noch über den Buchhandel. Der Kontakt zum Endkunden sei für die Verlage wichtig. Gerade Messen seien ein schönes Event für Leser, sie schätzten es, den Autoren leibhaftig zu begegnen.
Für die Verlage lohnten die beiden großen Messen in Deutschland trotz hoher Standgebühren von bis zu 38000 Euro in Frankfurt wegen ihres ideellen Wertes: Es sei wichtig, Präsenz zu zeigen und Pressegespräche zu führen. Bei internationalen Messen würden außerdem Lizenzen zwischen den Verlagen verhandelt. In Leipzig gebe es das zwar nicht. Die Messe sei aber wichtig, um das Frühjahrsprogramm der deutschen Verlage vorzustellen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)