14. März 2012 16:26 Uhr
Ihre Hörner gelten vor allem in Asien als Mittel gegen alles mögliche: von Fieber bis Krebs.
Deshalb ist die Nashorn-Wilderei in Südafrika nach wie vor ein großes Geschäft. Wie das Wissensschaftsmagazin "Spektrum" berichtet, greift ein Besitzer eines Naturreservates in der Nähe von Johannesburg jetzt zu drastischen Maßnahmen. Zusammen mit Tierärzten habe er ein Gift entwickelt, das sich im Horn der Tiere verteile. Für sie sei es ungefährlich, Menschen aber, die ein auf diese Weise behandeltes Horn konsumieren, werde übel. Der Ranger erklärte, wenn das Horn zerrieben werde, färbe es sich rot. So wisse jeder, dass es vergiftet wurde. Der Farbstoff sorge außerdem dafür, dass die Hörner oder das daraus gewonnene Pulver im Röntgenlicht der Gepäckkontrollen an Flughäfen leuchten.
Die Zahl der in Südafrika gewilderten Nashörner wachse zurzeit sehr schnell, schreibt Spektrum weiter, bis 2008 seien es etwa ein Dutzend im Jahr gewesen, 2011 knapp 450, in diesem Jahr schon rund 100.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)