15. März 2012 06:54 Uhr
Chile will die Sprachen der indigenen Völker im Land vor dem Aussterben bewahren. Das zuständige Ministerium erklärte, nur zwölf Prozent der indigenen Bevölkerung verwendeten noch ihre eigene Sprache. Wenn das so weiter gehe, seien die Sprachen im Jahr 2030 verschwunden.
Die chilenische Regierung will im ersten Jahr umgerechnet mehr als 600.000 Euro in das Förderprogramm stecken. Weise Ältere sollen ihre Sprache und Kultur an mindestens 25 Personen aus ihrer Gemeinschaft weitergeben - ganz nach der mündlichen Tradition. Im ersten Jahr sollen 400 Gemeinden an dem Projekt teilnehmen.
Chile erkennt neun indigene Völker an. Dazu zählen große Gruppen wie die Aymara und Quechua, die auch in anderen südamerikanischen Ländern leben. In Chile gibt es aber auch kleinere Völker wie die Rapa Nui auf der Osterinsel.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)