15. März 2012 07:53 Uhr
Das Programm "Word" auf dem Computer ist ein Stück Kultur. Der Literaturprofessor Matthew G. Kirschenbaum an der Universität Maryland untersucht alte Textverarbeitungssysteme und Computer. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" geht es ihm darum, ob sich "Word-Perfect" oder "Microsoft Word" auf die Literatur ausgewirkt haben - zum Beispiel, ob Texte deshalb anders geschrieben werden. So war es wohl auch beim Übergang vom reinen Schreiben per Hand zur Schreibmaschine.
Nach dem Zeitungsbericht ist wohl der Science-Fiction-Autor Jerry Pournelle der erste Schriftsteller überhaupt, der einen Roman am Computer geschrieben hat. Es geht um ein Buch aus dem Jahr 1981. Kirschenbaum sammelt in seinem Blog allerdings Hinweise, ob andere Autoren noch früher den PC genutzt haben. Als einer der ersten Computer-Schriftsteller gilt auch der Horror-Autor Stephen King.
Kirschenbaum beobachet laut "Süddeutscher Zeitung" aber auch Schriftsteller, die sich "Word" verweigern. Dazu zählten unter anderem die Literaturnobelpreisträger Günter Grass und Orhan Pamuk oder Harry-Potter Autorin Joanne K. Rowling.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)