15. März 2012 13:25 Uhr
Russland will bis 2020 mehrere Weltklasse-Universitäten haben. Das hat der nächste Präsident Wladimir Putin versprochen. Das Fachjournal "Nature" hat russische Wissenschaftler gefragt, was sie davon halten. Und die Forscher sind nur zum Teil optimistisch.
Einige Kritiker meinen, Russland sei weit entfernt von der Top-Elite-Liga. Andere begrüßen dagegen, dass es mehr Forschungsstipendien geben soll. So sollen laut Putin künftig 25 statt 15 Milliarden Rubel pro Jahr fließen. Das entspricht 650 Millionen Euro.
Aber auch hier steckt der Teufel offenbar im Detail: Die russische Akademie für Wissenschaften forderte von den Forschern vergangenen Monat genaue Forschungs- und Finanzierungspläne - und zwar bis ins Jahr 2030. Ein Genetiker sagte "Nature", das sei ein typisches Beispiel für die russische Bürokratie. Forschung funktioniere so einfach nicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)