15. März 2012 16:21 Uhr

Ameisen und Bienen weniger sozial als angenommen

Von wegen soziale Wesen! Ameisen, Termiten und Bienen sind eigentlich dafür bekannt, dass sie auf engem Raum zusammenleben und kooperieren - statt ihre Nächsten zu bekämpfen. Doch neuere Studien bringen Forscher zu dem Schluss, dass diese staatenbildenden Insekten gar nicht so altruistisch sind. Das berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit" auf ihrer Internetseite.

So meint etwa der Insektenforscher Manfred Ayasse von der Uni Ulm, friedlich gehe es bei den Insekten nicht zu. Jeden Herbst gebe es in Bienenstöcken eine Schlacht: Die Arbeiterinnen packten die männlichen Bienen, die Drohnen, und zerrten sie aus dem Stock. Dabei würden auch einige sterben.

Der Forscher Jürgen Heinze von der Uni Regensburg hat beobachtet, wie Schmalbrustameisen sich gegenseitig mit ihren Mundwerkzeugen verprügeln. Gestritten werde um das Recht, Männchen in die Welt setzen zu dürfen.

Hintergrund aller Streitigkeiten ist Biologen zufolge das darwinistische Evolutionsprinzip, wonach jedes Tier vor allem eins will: Seine Gene weitergeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)