15. März 2012 16:22 Uhr
Sie sind die kleinsten und seltensten Delfine der Welt: die Maui-Delfine. Laut einer Analyse der neuseeländischen Naturschutzbehörde und mehrerer Universitäten gibt es nur noch 55 erwachsene Tiere dieser Art. Laut dem Naturschutzbund "Nabu" sind davon weniger als 20 Exemplare fortpflanzungsfähige Weibchen. Die Art sei akut vom Aussterben bedroht.
Grund dafür sei, dass sich die Tiere häufig in Fischernetzen verhedderten. Seit Einführung der Nylon-Kiemennetze in den 1970er Jahren habe sich der Bestand um mehr als 90 Prozent verringert. Nach Nabu-Angaben erwägt die neuseeländische Regierung zwar, die Schutzgebiete der Delfine zu vergrößern. Die Fischerei-Industrie wehre sich aber dagegen.
Maui-Delfine sind etwa 1,7 Meter lang und leben nur in den flachen Küstengewässern Neuseelands. Naturschützern zufolge vermehren sie sich nur langsam: Weibchen brauchen sechs bis neun Jahre bis zur Geschlechtsreife und bekommen nur alle zwei bis vier Jahre Nachwuchs.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)