16. März 2012 07:23 Uhr
Viel hilft manchmal auch viel. Das gilt britischen Forschern zufolge auch für die Augen von Riesenkalmaren. Denn die können bis zu 27 Zentimeter Durchmesser erreichen. Warum die Augen so groß sind, war der Wissenschaft ein Rätsel. Wie die Wissenschaftler aber jetzt im Fachmagazin "Current Biology" schreiben, nutzen die Riesenkalmare ihre Augen vor allem, um leuchtende Objekte wahrzunehmen. Dies schütze sie vor ihrem Fressfeind Nummer eins, dem Pottwal. Denn wenn sich die Wale durch das Wasser bewegten, scheuchten sie kleine Algen und Meerestiere auf, die dann Licht produzierten. Dieses Licht könnten die Tintenfische selbst in 500 Metern Tiefe wahrnehmen.
Für ihre Erkenntnisse berechneten die Wissenschaftler die Sehkraft von Meerestieren im Verhältnis zur Augengröße. Ihren Ergebnissen zufolge können die Kalmare ein Wasservolumen von über sieben Millarden Litern um sich herum nach Fressfeinden scannen. Das entspreche einem Raum, in dem die Cheops-Pyramide knapp zweieinhalb Mal Platz hätte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)