16. März 2012 10:24 Uhr
Bettenmangel auf der Intensivstation, kann die Entscheidung von Ärzten beeinflussen. Das jedenfalls legt eine Studie der Universität Calgary in Kanada nahe. Dafür untersuchten die Wissenschaftler die Krankengeschichten von 3.500 Patienten, die auf der Notaufnahme behandelt wurden.
Das Ergebnis: Bei Bettenmangel wurden Erste-Hilfe-Teams seltener gerufen, als wenn noch mindestens drei Betten auf der Intensivstation frei waren. Die Forscher fanden einen weiteren Zusammenhang: Fehlten Betten, dann seien zwölf Prozent der Patienten innerhalb von zwei Stunden auf die Intensivstation verlegt worden. Habe es noch freie Betten gegeben, seien es 21 Prozent gewesen - also neun Prozentpunkte mehr.
Nach Angaben der Forscher lässt sich aus der Studie nicht ablesen, inwieweit diese Entscheidungen Einfluss auf den Todeszeitpunkt der Patienten haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)