16. März 2012 10:53 Uhr

Regierungsexperten fordern tiefgreifenden Wandel der globalen Umweltpolitik

"Wir brauchen eine fundamentale Wende in der globalen Umweltpolitik." Das fordern 32 Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Science".

Wenn Naturkatastrophen, Ernährungsunsicherheit und Wasserknappheit schlimmer würden, seien das nur einige Gründe, die belegten, dass der bisher praktizierte stufenweise Wandel nicht ausreiche. Die Forscher schlagen unter anderem einen strukturellen Umbau der UNO vor. So solle das UNO Umweltprogramm zu einer vollwertigen UNO-Institution ausgebaut werden. So habe das Programm mehr Autorität, eine sicherere Finanzierung und könne damit ermöglichen, dass internationale Standards geschaffen und auch durchgesetzt werden könnten.

Außerdem kann den Forschern zufolge die Geschwindigkeit von Entscheidungen auf internationaler Ebene beschleunigt werden - indem bei Entscheidungen das Mehrheitwahlrecht praktiziert wird.

Der Artikel ist im Voraus der Konferenz "Planet Under Pressure" erschienen, die Ende März in London stattfindet. Ergebnisse der Konferenz bilden wiederum die wissenschaftliche Grundlage für Rio plus 20, die UNO-Konferenz über nachhaltige Entwicklung im Juni dieses Jahres.

Link zur Konferenz

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)