16. März 2012 14:19 Uhr
"Ultrafans sind für Fußballvereine eher von Vorteil." Diese Meinung vertritt der Sportjournalist Peer Vorderwühlbecke. Im Interview hier bei "DRadio Wissen" verwies er auf die Stimmung, die Ultrafans in den Stadien verbreiten - durch Gesänge oder originelle Choreographien. Das sorge indirekt für volle Stadien. Es gebe Studien, in denen etwa zwei Drittel der Fans sagen, dass sie in erster Linie wegen der Atmosphäre ins Stadion kämen. Insofern hätten die Ultras durch ihre Sogwirkung wirtschaftlich gesehen für die Vereine einen positiven Effekt.
Ultras gelten als sehr treue Fans, sind aber laut Vorderwühlbecke nicht per se gewalttätig. Allerdings könnten solche Fangruppen für die Vereine auch teuer werden - zum Beispiel, wenn sie Pyrotechnik einsetzten. Denn dann drohten den Clubs Geldstrafen von mehreren tausend Euro. Besonders ernst werde es, wenn sich Sponsoren wegen Fangewalt zurückzögen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)