16. März 2012 14:33 Uhr

Öko-Tourismus stresst Tiere in freier Wildbahn

Öko-Tourismus ist ein zweischneidiges Schwert. Er kann die lokale Wirtschaft ankurbeln und das Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutz steigern. Er kann die Umwelt aber auch zerstören und ohnehin bedrohte Arten zusätzlich in Gefahr bringen.

Das gilt unter anderem für Orang Utans, die Touristen in Malaysia beobachten können. Anthropologen von der Universität Indiana haben belegen können, dass der Tourismus die Menschenaffen tatsächlich stresst. Allerdings offenbar nur am selben Tag, an dem die Menschen ihnen zu nahe gekommen sind. Wie die Forscher in dem Fachmagazin "PLoS ONE" schreiben, zeigte sich das an den Kortisol-Werten im Kot der Tiere. Am Tag darauf hätten sich schon keine Hinweise mehr auf erhöhten Stress gefunden.

Warum Orang Utans den Tourismus bedingten Stress deutlich schneller abbauen als andere Tiere, wissen die Wissenschaftler nicht. Sie betonen aber, wie wichtig es vor diesem Hintergrund sei, die Zahl der Touristen in der Nähe der Tiere zu begrenzen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)